Khao Sok Nationalpark

Khao Sok NationalparkNach einer nervenaufreibenden Reise von Koh Samui nach Surathani erreichten wir mit dem Reisebus nach einigen Stunden den Khao Sok Nationalpark im Süden von Thailand. Aber nach einer gewissen Zeit in Thailand gewöhnt man sich schnell daran, dass eben alles länger dauert als erwartet und dass man eine Weiterreise nicht ganz so leicht planen kann. Auch wenn alles auf den ersten Blick chaotisch erscheint, klappt am Ende doch alles und man kommt immer an sein Ziel – auch wenn es einige Stunden dauern kann.

Nunja, endlich in diesem Nationalpark angelangt hielt der Bus auf einmal mitten im Dschungel an einer total einsamen Straße an und der Busfahrer gab uns zu verstehen, dass dies unser Ziel sei. Soll DAS ein Nationalpark sein? Hier deutete nichts auf einen Nationalpark hin. Fast keine Menschen, Häuser, Autos oder ähnliches. Egal, der Bus fuhr schnell wieder weiter und wir standen mit unserem Gepäck bei schwülen 40 Grad am Straßenrand und wussten nicht recht, wohin wir gehen sollten. Viele Möglichkeiten gab es nicht, also wanderten wir die verlassene Straße weiter in der Hoffnung, eine Unterkunft zu finden. Netterweise sprach uns eine Frau an, die uns scheinbar helfen wollte, aber kaum Englisch konnte. Zumindest konnten wir verstehen, dass die meisten Gästehäuser geschlossen haben, da wohl zu wenige Touristen in diesen “Nationalpark” kommen. Nach weiteren hundert Meter Marsch kam ein Pick-Up mit kanadischen Touristen vorbei und hielt an. Die thailändische Fahrerin entpuppte sich als Inhaberin eines Gästehauses und bot uns an, uns mitzunehmen. In der wirklich schönen Anlage standen einige einfache Bungalows, von denen wir uns gleich einen mieteten. Jetzt waren wir schon wesentlich beruhigter und konnten ein bisschen ausspannen.

Schlange in ThailandDen ersten Tag nutzten wir kurz, um uns die Umgebung anzuschauen. Dabei lernten wir schnell neue Leute kennen, die aus Deutschland, England und Belgien kamen. Wir beschlossen, mit dieser kleinen Gruppe am nächsten Tag eine Wanderung durch den Nationalpark zu machen. 16 Kilometer durch den Dschungel. Äußerst anstrengend. Dafür wurden wir mit uralten und riesigen Bäumen belohnt, mit kleinen erfrischenden Seen und Wasserfällen. Natürlich haben auch einige Tiere unseren Weg gekreuzt, wie z.B. eine Schlange oder Eidechsen.